Godfrey Ekhator

Folgende Themen gehören zu diesem Fellowship

  • Erinnerungskultur
  • Tradiertes Wissen
  • Sammlungsforschung

Tierdarstellungen in den Benin-Bronzen – rituelle Funktionen und soziokulturelle Bedeutung

Oktober 2023

Osaisonor Godfrey Ekhator-Obogie ist ein Historiker aus Benin City und Geschäftsführer des Institute for Benin Studies in Nigeria. Während seines Forschungsaufenthalts untersuchte er die Darstellung und die Ikonografie von Tierfiguren in den Benin-Bronzen im Hinblick auf ihren kulturellen Symbolgehalt und die Umweltzerstörung und Ausbeutung seines Heimatlandes während der Kolonialzeit.

Godfrey Ekhator
Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst / Nadia Kabalan

„Als Kulturhistoriker aus Benin interessiere ich mich für die Ikonologie, die der Fertigung der Benin-Bronzen zugrunde liegt. Meine Recherche zielte darauf ab, die Tierarten zu identifizieren, die in den Bronzen dargestellt werden und die reiche vorkoloniale Flora und Fauna des Königreichs Benin belegen, während das Ausstellungsprojekt die Beziehung zwischen der Umwelt und den soziokulturellen Lebensweisen der Menschen in Benin abbilden sollte. Einen multidisziplinären Ansatz zu wählen – die Kombination von wissenschaftlichen Bezügen und mündlicher Überlieferung – hat sich für mich als Experten für die Geschichte Benins als besonders wertvoll erwiesen, ebenso wie die Gelegenheit, mit Kollegen aus verschiedenen Institutionen zusammenzuarbeiten.“
— Osaisonor Godfrey Ekhator-Obogie

Osaisonor Godfrey Ekhator-Obogie ist Geschäftsführer und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institute for Benin Studies in Nigeria. Er war Stipendiat des DAAD MuseumLabs (2021) sowie des French Institute for Research in Africa, Nigeria (IFRA-NIGERIA) und ist Mitglied der Lagos Studies Association (LSA). Ekhator-Obogie betätigt sich als Reiseführer für Besucher der historischen Stätten und Denkmäler des Königreichs Benin und setzt sich aktiv für die Geschichte, Kultur und Sprache der Edo-sprachigen Bevölkerung ein. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Beiträge in lokalen und internationalen Fachzeitschriften, darunter das bekannte „Benin RedBook“, außerdem hat er die Ausstellung „Benin Geraubte Geschichte“ im MARKK Hamburg mitkuratiert.